Bürgergeld vs. Grundsicherungsgeld: Was ändert sich 2026?

Der Name „Bürgergeld“ soll ab dem 1. Juli 2026 durch den Begriff „Grundsicherungsgeld“ ersetzt werden. Viele fragen sich nun: Bleibt mein Geld gleich oder muss ich mit Kürzungen rechnen? In diesem Ratgeber erfährst du alle wichtigen Unterschiede zwischen dem bisherigen Bürgergeld und der neuen Reform 2026.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Während das Bürgergeld bei seiner Einführung für mehr soziale Sicherheit und weniger Druck stehen sollte, kehrt das System mit dem Grundsicherungsgeld wieder stärker zum Prinzip des „Forderns und Förderns“ zurück.

MerkmalBürgergeld (bis Juni 2026)Grundsicherungsgeld (ab Juli 2026)
NameBürgergeldGrundsicherungsgeld
Regelsatz563 € (Alleinstehende)563 € (Nullrunde für 2026)
VermögensprüfungEinjährige Karenzzeit (Schonfrist)Karenzzeit entfällt; frühere Prüfung
WohnkostenGroßzügige Schonfrist für MieteSchnellere Prüfung der Angemessenheit
SanktionenAbgemildert / Fokus auf KooperationVerschärft; schnellere Kürzungen möglich

1. Die „Nullrunde“ 2026: Warum dein Regelsatz nicht steigt

Obwohl die Preise steigen, bleiben die Regelbedarfe für das Jahr 2026 unverändert auf dem Niveau von 2025. Für dich als Alleinstehenden bedeutet das weiterhin einen Betrag von 563 Euro.

  • Der Grund: Die Inflation im Jahr 2025 war niedriger als bei der großen Erhöhung 2024 vorhergesagt wurde.
  • Besitzschutz: Gesetzlich darf dein Regelsatz nicht sinken. Daher werden die Beträge trotz einer eigentlich negativen Berechnungsgrundlage eingefroren.

2. Strengere Regeln bei Vermögen und Wohnraum

Mit der Umstellung auf das Grundsicherungsgeld fallen wesentliche Erleichterungen des Bürgergeldes weg.

  • Wenn du einen Neuantrag stellst, musst du dein Vermögen wieder früher offenlegen. Die bisherige einjährige Schonfrist wird drastisch verkürzt oder sogar ganz abgeschafft.
  • Auch bei deinen Wohnkosten schaut das Jobcenter nun genauer hin. Die Angemessenheit der Miete wird schneller geprüft, was dich früher zu einem Umzug oder zur Senkung deiner Wohnkosten zwingen kann.

3. Rückkehr zum Vermittlungsvorrang

Eine der größten Änderungen betrifft deine Arbeitsvermittlung. Das Grundsicherungsgeld stellt die schnelle Arbeitsaufnahme wieder über langwierige Weiterbildungen. Ziel dieser Reform ist es, Menschen wie dich zügiger wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern.


Fazit: Der Wechsel zum Grundsicherungsgeld ist für dich mehr als nur eine Namensänderung. Er markiert eine politische Kehrtwende hin zu strengeren Kontrollen und Mitwirkungspflichten.

Hast du Fragen zu deinem Bescheid?

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