Ratgeber zur Grundsicherung Bürgergeld und Reform zum Grundsicherungsgeld 2026

Auf buergergeld-zahlung.de gibt es kompakte, verständliche Infos zur Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II – aktuell meist als „Bürgergeld“ bekannt. Im Fokus stehen Antrag, Auszahlung, Regelbedarf/Mehrbedarf und eine schnelle Orientierung per Rechner.

Für 2026 ist geplant, das  Bürgergeld in „Grundsicherungsgeld“ umzubenennen und Regeln im SGB II anzupassen (Gesetzgebung läuft). Wichtig: Der Anspruch hängt nicht am Namen, sondern an den gesetzlichen Voraussetzungen und der individuellen Prüfung durch das Jobcenter. Hier wird erklärt, was voraussichtlich kommt, was gleich bleibt und worauf es in der Praxis ankommt.

Hinweis: Keine Rechtsberatung. Inhalte erklären Regeln und Abläufe verständlich. Verbindlich sind Bescheide und Auskünfte von Jobcentern, Behörden und zugelassenen Beratungsstellen.

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Was ist Grundsicherung nach SGB II?

Die Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II unterstützt Menschen, die grundsätzlich erwerbsfähig sind und ihren Lebensunterhalt nicht (voll) aus Einkommen und verwertbarem Vermögen decken können. Neben dem Lebensunterhalt geht es in der Praxis häufig auch um Unterkunft und Heizung sowie um Zuschläge in besonderen Lebenslagen.

Wer kann Anspruch haben?

Anspruch kann bestehen, wenn eine Person in Deutschland lebt, grundsätzlich erwerbsfähig ist und Unterstützung benötigt – zum Beispiel:

  • Arbeitslosigkeit oder Übergangsphase zwischen zwei Jobs
  • Erwerbstätigkeit mit zu geringem Einkommen (Aufstockung möglich)
  • Vorübergehende Einschränkungen, wenn dadurch der Lebensunterhalt nicht gesichert ist

Entscheidend ist immer die Einzelfallprüfung: Bedarf (was benötigt wird) minus anrechenbares Einkommen/Vermögen (was vorhanden ist). Grundlage dafür sind Antrag und Nachweise.

Welche Leistungen umfasst die Grundsicherung typischerweise?

Baustein Worum es geht Typischer Praxis-Punkt
Regelbedarf Lebensunterhalt (z.B. Essen, Strom ohne Heizung, Alltag) Haushaltsgröße, Alter, Bedarfsgemeinschaft korrekt erfassen
KdU Kosten der Unterkunft und Heizung, wenn Voraussetzungen erfüllt sind Angemessenheit, Nebenkosten, Heizkosten, Nachweise
Mehrbedarf Zuschläge je nach Lebenslage (z.B. Alleinerziehende, besondere Situationen) Wird oft übersehen oder nicht ausreichend belegt
Einmalige Bedarfe Sonderfälle (z.B. Erstausstattung), wenn Voraussetzungen vorliegen Antrag und Zeitpunkt sind entscheidend

2026: Was bedeutet „Grundsicherungsgeld“ – und was bleibt gleich?

Nach aktuellen Plänen soll das „Bürgergeld“ ab 2026 als „Grundsicherungsgeld“ bezeichnet werden und es sind Änderungen im SGB II vorgesehen. Der genaue Inhalt hängt vom Gesetzgebungsverfahren ab.

  • Gleich bleibt: Der Anspruch richtet sich nach den Regeln im SGB II und wird individuell geprüft.
  • Wichtig im Alltag: Entscheidend sind vollständige Angaben, richtige Nachweise und Fristen (Antrag, Nachreichungen, Bescheidprüfung).
  • Für Betroffene relevant: Änderungen wirken sich oft nicht automatisch aus – maßgeblich ist, was im Bescheid steht und ab wann neue Regeln gelten.

Regelbedarf, Regelsatz, Mehrbedarf – kurz und klar

Diese Begriffe werden oft durcheinandergebracht. Grob gilt:

  • Regelbedarf: monatlicher Grundbetrag für den Lebensunterhalt (je nach Person/Haushalt)
  • Regelsatz: umgangssprachlicher Begriff, meist ist damit der Regelbedarf gemeint
  • Mehrbedarf: zusätzlicher Betrag in besonderen Situationen, wenn Voraussetzungen erfüllt sind

Praktisch wichtig: Mehrbedarfe müssen oft aktiv geltend gemacht und belegt werden – sonst fehlen sie im Bescheid.

Auszahlung – wann kommt das Geld?

Viele suchen eine klare Antwort: Wann ist die Zahlung auf dem Konto? In der Praxis zählen Monatswechsel, Wochenenden und Feiertage. Außerdem kann es bei Neuanträgen oder offenen Nachweisen zu Verzögerungen kommen.

Zu den Auszahlungsterminen – inklusive Tipps, was bei ausbleibender Zahlung hilft

Antrag stellen – so wird es nicht unnötig langsam

Grundsicherung nach SGB II wird grundsätzlich nur auf Antrag gewährt. Damit die Bearbeitung nicht hängen bleibt, helfen diese drei Punkte fast immer:

  • Unterlagen vollständig: Identität, Wohnung/Miete, Einkommen/Vermögen, Haushaltskonstellation
  • Angaben nachvollziehbar: Arbeit, Krankheitszeiten, Kinder, Partnerschaft, Umzug – kurz, aber klar
  • Nachforderungen ernst nehmen: Fristen notieren, fehlende Nachweise zügig nachreichen

Zum Antrag-Leitfaden – Ablauf, Checkliste, typische Fehler

Rechner – schnelle Orientierung (ohne Bescheid-Ersatz)

Der Rechner kann helfen, die Größenordnung grob einzuordnen und sich besser auf den Antrag vorzubereiten. Er ersetzt keinen Bescheid, kann aber Zeit sparen und typische Denkfehler vermeiden (z.B. Einkommen wird anders angerechnet als viele erwarten).

Zum Bürgergeld-Rechner

Häufige Fragen

  • Wann wird Grundsicherung nach SGB II ausgezahlt?
    In der Regel zum Monatswechsel. Fällt der Termin auf Wochenende/Feiertag, kann sich der Kontoeingang verschieben. Details stehen bei den Auszahlungsterminen.
  • Was ist der Unterschied zwischen Regelbedarf und Mehrbedarf?
    Regelbedarf ist der Grundbetrag für den Lebensunterhalt. Mehrbedarf ist ein Zuschlag, wenn eine besondere Lebenslage vorliegt und die Voraussetzungen erfüllt sind.
  • Welche Unterlagen sind am wichtigsten für den Antrag?
    Identität, Mietunterlagen, Nachweise zu Einkommen/Vermögen und Angaben zur Haushaltskonstellation. Fehlendes kann nachgereicht werden, aber Fristen sind entscheidend.
  • Ändert sich mein Anspruch 2026 automatisch?
    Nicht automatisch. Maßgeblich ist, welche Regeln ab wann gelten und was im Bescheid steht.

Über diese Seite

Die Inhalte sind bewusst praxisnah und leicht lesbar aufbereitet. Wenn ein Fehler auffällt oder etwas unklar ist, hilft ein kurzer Hinweis – dann wird geprüft und aktualisiert.

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Kevin Braatz

Redaktion:

Fachredaktion Grundsicherung (SGB II)


Als Fachredakteur und Softwareentwickler verbindet Kevin seit über zehn Jahren fundierte SGB II-Expertise mit analytischer Systemlogik. Er schreibt Artikel zum Sozialrecht und SGB II und entwickelt die Berechnungs-Tools auf dieser Seite, um komplexe Gesetze in klare, verständliche Antworten zu übersetzen.

Transparenz-Hinweis: Inhalte werden redaktionell gepflegt und bei relevanten Änderungen (z.B. Regelsätze, Auszahlungstermine, Gesetzesänderungen) aktualisiert. Wir veröffentlichen keine generischen KI-Texte, sondern redaktionell geprüfte Fachinformationen.

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