Grundsicherung-Rechner – Höhe des Anspruchs jetzt online berechnen

Mit diesem Grundsicherung-Rechner (SGB II) (oft noch Bürgergeld-Rechner genannt) bekommst du in wenigen Minuten eine erste Orientierung, ob und in welcher Größenordnung ein Anspruch möglich ist. Das Ergebnis ist nicht verbindlich, hilft dir aber, deine Situation vor dem Antrag besser einzuordnen oder Änderungen (Job, Miete, Haushalt) schnell zu prüfen.

Wie viel Geld bekomme ich?

Die Höhe der Bezüge richtet sich nach den Bedürfnissen und persönlichen Lebenssituationen leistungsberechtigter Personen. Für die Berechnung des Bürgergeldes werden Regelbedarfsstufen, Mehrbedarfe und Freibeträge berücksichtigt. Mit dem Leistungsrechner lässt sich ermitteln, wie viel Bürgergeld man je nach Situation bekommen kann. Der Bürgergeld-Rechner kann Benutzern vor der Antragstellung eine Vorstellung davon geben, wie hoch der Anspruch auf das Bürgergeld ist und mit wie viel Geld Antragsteller rechnen können.

So nutzt du den Rechner richtig

Seite 1: Eingaben machen
Seite 2: Leistungsbericht prüfen (Bedarf + Mehrbedarfe – Abzüge)

Damit das Ergebnis realistisch wird, brauchst du nur ein paar Zahlen:

  • Wohnkosten: Kaltmiete + Nebenkosten und Heizkosten (monatlich)
  • Einkommen: Brutto/Netto (wenn möglich beides), Werbungskosten, sonstiges Einkommen
  • Haushalt: unter 25, Partner-Bedarfsgemeinschaft, Anzahl der Kinder
  • Mehrbedarfe: nur ankreuzen, wenn es wirklich zutrifft

Berechnung der Grundsicherung

Eingaben erklärt (kurz und verständlich)

Lebenssituation

Unter 25 Jahre
Kann die Einstufung im Haushalt beeinflussen.

Bedarfsgemeinschaft mit Partner
Aktivieren, wenn ihr als Paar zusammenlebt und gemeinsam wirtschaftet.

Unterkunft

Kaltmiete + Nebenkosten (mtl)
Monatliche Kaltmiete plus Betriebskosten.

Heizkosten (mtl)
Monatlicher Abschlag für Heizung.

Dezentrale Warmwasseraufbereitung
Ankreuzen, wenn Warmwasser z.B. über Boiler/Durchlauferhitzer erzeugt wird (nicht zentral). Das kann einen zusätzlichen Bedarf auslösen.

Einkommen

Erwerbseinkommen Brutto/Netto
Einkommen aus Arbeit pro Monat. Wenn möglich beides eintragen.

Werbungskosten
Berufsbedingte Kosten (z.B. Fahrten). Wenn unsicher, realistisch schätzen oder zunächst 0.

Sonstiges Einkommen
Regelmäßige weitere Einnahmen.

Mehrbedarfe

Häkchen nur setzen, wenn es zutrifft und später belegbar ist:

  • Schwangerschaft ab 13. Woche
  • kostenaufwendige Nahrungsmittel (meist mit Nachweis)
  • erwerbsfähig mit Behinderung
  • erwerbsgemindert durch Behinderung

Kinder

Wähle die Anzahl der Kinder im Haushalt.


Leistungsbericht (Seite 2) verstehen

Der Rechner zeigt dir auf Seite 2 transparent, wie der Betrag zustande kommt:

Monatlicher Bedarf

  • Regelleistungen des Haushalts: Regelbedarf (Lebensunterhalt)
  • Miete / Heizkosten: Unterkunft und Heizung aus deinen Eingaben
  • Dezentrale Wasseraufbereitung: zusätzlicher Betrag, falls ausgewählt
  • Monatlicher Bedarf Gesamt: Summe aller Bedarfe

Mehrbedarfe

  • Schwangerschaft / Alleinerziehung / Behinderung / Erkrankung: zusätzliche Bedarfe, wenn zutreffend
  • Mehrbedarf Gesamt: Summe aller Mehrbedarfe

Abzüge

  • Kindergeld: wird meist als Einkommen berücksichtigt
  • Angerechnete Einkünfte: Einkommen, das nach typischen Freibeträgen angerechnet wird
  • Abzüge Gesamt: Summe der Abzüge

Voraussichtlicher Anspruch

(Bedarf Gesamt + Mehrbedarf Gesamt) – Abzüge Gesamt = voraussichtlicher Anspruch


Warum das Ergebnis vom Jobcenter abweichen kann

  • Wohnkosten: Angemessenheit wird regional geprüft.
  • Einkommen: Anrechnung/Freibeträge hängen an Details und Nachweisen.
  • Sonderfälle: Einmalbedarfe, Darlehen, Rückforderungen oder Sanktionen sind oft nicht abgebildet.
  • Haushalt: Bedarfsgemeinschaft vs. Wohngemeinschaft wird in der Praxis genau geprüft.

Nächster Schritt (wenn das Ergebnis nach Anspruch aussieht)

  1. Antrag Schritt-für-Schritt
  2. Regelbedarf, Mehrbedarf, Sonderbedarf verstehen
  3. Auszahlungstermine
  4. Aktuelle Änderungen (BGZ News)

Häufige Fragen

Ist das Ergebnis verbindlich?
Nein. Der Rechner liefert eine Schätzung. Verbindlich ist nur der Bescheid.

Soll ich Brutto oder Netto eintragen?
Wenn möglich beides. Wenn du nur eins sicher weißt, nimm Netto.

Ich arbeite – bringt mir der Rechner trotzdem etwas?
Ja. Gerade bei Aufstockung hilft der Rechner, die Größenordnung zu verstehen.

Was ist mit Sonderbedarf/Einmalbedarf?
Viele Rechner bilden Sonderfälle nur eingeschränkt ab. Nutze das Ergebnis als Orientierung und prüfe Sonderbedarfe separat.


Über diese Seite

Wir schreiben bewusst einfach und praxisnah. Wenn du einen Fehler findest oder etwas unklar ist, melde dich gern kurz – wir prüfen das und aktualisieren.