Ist das Bürgergeld gescheitert? Laut Marc Biadacz, CDU, erfüllt die Hartz-IV-Reform nicht das, was erwartet wurde.

Das Bürgergeld, ein Konzept zur finanziellen Unterstützung von Arbeitssuchenden, hat in jüngster Zeit für einige Diskussionen gesorgt. Dabei geht es nicht nur um die Auszahlung von Geldern, sondern auch darum, Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Ein Mitglied der CDU kritisierte kürzlich das Bürgergeldsystem und schlug deutlich strengere Maßnahmen vor. Viele Sozialhilfeempfänger befürchten bereits, dass es im Jahr 2024 zu Kürzungen kommen könnte, weil das Budget gekürzt wird. Jetzt, nach den jüngsten politischen Unruhen, haben noch mehr Bürgergeld-Empfänger Angst vor einer ungewissen Zukunft.

In diesem Artikel erklären wir, wie es um die Bürgergeld-Debatte bestellt ist und ob neue Regelungen für die Empfänger geplant sind.

Kritik am Bürgergeld von der CDU

Ineffizienz des Bürgergeld-Modells

Biadacz von der CDU hat Bedenken geäußert und vorgeschlagen, dass das Bürgergeld-Modell nicht wie beabsichtigt funktioniert. Oppositionsparteien, insbesondere CDU-Führer, plädieren oft für eine verpflichtende Beschäftigung als Voraussetzung für das Bürgergeld.

Die allgemeine Haltung der CDU neigt eher zu strengeren Regelungen. Die Partei tendiert zu Sanktionen und Verpflichtungen für die Empfänger des Bürgergeldes. Zum Beispiel hat Marc Biadacz sich dafür ausgesprochen, diejenigen zu bestrafen, die nicht aktiv arbeiten.

Kritik am Wechsel von Sanktionen zu „Kürzungen“

Statt des früheren Systems, bei dem Bürgergeld-Empfänger bei Pflichtverletzungen Strafen erhielten, führt der neue Ansatz lediglich zu Kürzungen. Das bedeutet, dass bei Nichterfüllung bestimmter Kriterien das Einkommen gekürzt werden kann, jedoch nur bis zu einem Limit von maximal 30 Prozent. Dieser Wechsel erfolgt im Einklang mit dem Bürgergeldgesetz, das sicherstellt, dass keine Kürzung die 30% Marke übersteigt.

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Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass es immer noch möglich ist, die Anspruchsberechtigung für Bürgergeldleistungen vollständig zu verlieren, wenn festgestellt wird, dass eine Person kontinuierlich und absichtlich ihren Vertrag verletzt.

Erst Beschäftigung, dann Bildung?

Biadacz hat sich auch für das frühere System der Arbeitsvermittlungspriorität ausgesprochen, bei dem die Jobcenter jedem Empfänger eine beliebige Stelle zuweisen konnten. Dieser Ansatz wurde von einigen Seiten kritisiert, die glauben, dass er die Bedeutung der Abstimmung von Arbeitsplätzen mit der Bildung und den Fähigkeiten eines Einzelnen vernachlässigt.

Laut buerger-geld.org, ein schwerwiegender Fehler aus Sicht der CDU ist die fehlende Aufmerksamkeit für die Tatsache, dass 60% der Langzeitarbeitslosen keine formale Bildung haben. Daher könnte die wirkliche Lösung für diese Bevölkerungsgruppe komplexer sein als bloße Arbeitsvermittlung.

Das bedeutet, dass sich in der Vergangenheit viele unqualifizierte oder falsch platzierte Fachkräfte nach kurzer Zeit wieder beim Jobcenter für einen neuen Antrag auf Sozialleistungen befanden.

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Ist das Bürgergeld wirklich gescheitert?

Ein Rettungsanker für Langzeitarbeitslose

Vertreter der Ampelkoalition argumentieren, dass es sich um eine entscheidende Maßnahme handelt, um Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Um seinen Erfolg sicherzustellen, besteht ein dringender Bedarf an ausreichenden Mitteln, insbesondere für Bildungsinitiativen.

Schwerpunkt der Ampelkoalition

Vertreter der Ampelkoalition, wie Pascal Kober, haben sich für den Fokus auf langfristige Bildung und Ausbildung stark gemacht. Die Abschaffung der sofortigen Arbeitsvermittlung, die als „Vermittlungsvorrang“ bezeichnet wird, war ein strategischer Wechsel. Kober weist auf die Ineffizienz hin, Menschen einfach in Arbeitsplätze zu vermitteln, ohne die große Mehrheit (60%) zu berücksichtigen, die keine Berufsausbildung hat.

Einblicke von Michael Schrodi

Der Sprecher der SPD, Schrodi, hebt die Notwendigkeit von Reformen im Bürgergeld-Modell hervor. Angesichts des hohen Prozentsatzes von Menschen ohne Berufsausbildung wäre ein reformierter Bürgergeldansatz effektiver bei der Bewältigung der Langzeitarbeitslosigkeit.

Der Bürgergeld-Bonus und das Weiterbildungsgeld

Zum Beispiel sind derzeit 2 Maßnahmen zur Wiedereingliederung von Menschen in den Arbeitsmarkt durch finanzielle Anreize mit Bürgergeld verfügbar.

Der Bürgergeld-Bonus ist ein monatlicher Bonus von 75 Euro zusätzlich zum Regelsatz, der Personen gewährt wird, die die Anforderungen erfüllen und an einem mindestens 8-wöchigen beruflichen Bildungskurs teilnehmen.

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Das Weiterbildungsgeld bietet doppelte finanzielle Anreize und bringt einen Bonus von 150 Euro monatlich für diejenigen, die dafür in Frage kommen. Die Voraussetzungen für das Weiterbildungsgeld sind, dass man an einem Kurs teilnimmt, der letztlich zu einer beruflichen Qualifikation führt.

Mehr Informationen: Bürgergeld ab Juli: 150 Euro mehr pro Monat auf Antrag (Weiterbildungsgeld)

Es gibt auch zusätzliche einmalige Boni für diejenigen, die bestimmte Qualifikationsmeilensteine erreichen und durch das Bestehen von Prüfungen gute Leistungen zeigen.

Fazit: CDU kritisiert das Bürgergeld immer stärker

Die Diskussion um das Bürgergeld ist vielschichtig und komplex. Während die CDU strengere Regelungen und sofortige Arbeitsvermittlung fordert, setzen andere auf einen ganzheitlicheren Ansatz mit Schwerpunkt auf Bildung und Ausbildung. Was jedoch klar bleibt, ist das gemeinsame Ziel: die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt. Der Weg dorthin bleibt jedoch weiterhin ein intensiv diskutiertes Thema, mit unterschiedlichen Ansätzen beim Bürgergeld.